Tantra – die indische Liebeskunst verspricht Tiefenentspannung gepaart mit rauschartigen Orgasmen. Ist das alles übertrieben, oder was stimmt daran?

Was ist Tantra? 

Wer noch nie davon gehört hat, mag sich fragen, was hinter dem Begriff Tantra steckt. Die Antwort: Eine uralte Lehre aus Asien, die erst einmal nichts mit Sex zu tun hat. Tantra heisst verweben, verbinden.

Tantra akzeptiert den Menschen in seiner Ganzheit. Es verbindet die scheinbaren Gegensätze von Gut und Böse, von so genanntem „Heiligem“ und „Sündhaftem“, von Spiritualität und Sexualität, von Körper und Geist.
Während in anderen Religionen Spiritualität und Eros als streng voneinander getrennt erscheinen, verweist uns Tantra auf unsere ursprüngliche Verbundenheit.
Viele Religionen sehen den Menschen als unvollkommen, sündig oder zumindest als Wesen, das sich anstrengen muss, Erleuchtung zu finden. Tantra dagegen sagt, der Mensch sei schon frei und vollkommen. Im Tantra geht es nicht darum, Erleuchtung mühsam zu erreichen, sondern die Vollkommenheit zu erkennen.

Zentral ist dabei der Augenblick, in dem etwas geschieht: der jetztige Moment wird ganz bewusst, wach, klar und mit allen Sinnen erlebt, ohne ihn aus der Perspektive von Vergangenem oder Zukünftigem zu bewerten. Zentral ist auch unser Körper. Er ist unser Instrument, mit dem wir wach, lebendig und empfindsam unsere Umwelt wahrnehmen und mit ihr im Kontakt sind. Tantriker sehen den Menschen ganzheitlich, als Körper, Geist und Seele – und diese Aspekte werden schließlich auch in die Sexualität eingebracht.
(Quelle: Auszug Tantra Massage Verband, Hintergründe der Tantramassage – Manumagic ist Mitbegründer des TMV)

Was ist eine Tantra-Massage?

Der indische Philosoph Osho hat in den 60er Jahren die Tantrischen Lehren für “Westler“ verständlicher gemacht und uns unserer Kultur nähergebracht. So entwickelte sich das Neotantra, aus dem auch die Tantra-Massage, als eine Strömung in den 80er Jahren hervor ging.

Bei einer Tantra-Massage handelt es sich nicht um eine Massage im herkömmlichen Sinne. Es geht dabei nämlich nicht in erster Linie darum, Muskeln zu lockern und zu entlasten. Es geht um ganzheitliche Berührung, die von Frauen wie Männern oft so beschrieben wird: „Meine Haut wurde angefasst – berührt wurde aber meine Seele“.
Eine Tantramassage gibt die Möglichkeit aus dem Alltagtrubel heraus zu treten und in einem festlichen Rahmen Deinen eigenen Körper und Sex zu feiern und Deine Sinnlichkeit in Würde und Schönheit zu erleben. Sie ist ein umfangreiches Massage- und Verehrungsritual, bei welchem der ganze Körper berührt und massiert wird. Die Massage bezieht die Sinneselemente, Wasser, Wind, Klang, Duft und ggf. Geschmack mit ein.

Tantrisch wird eine Massage auch durch ihre Ganzheitlichkeit. Sie berührt den ganzen Menschen und lässt dabei keinen Körperteil aus. Auch die Genitalien werden auf eine natürliche, harmonische und respektvolle Art mit einbezogen. So integriert sie die Sexualität und weckt ihre Energie als Lebenskraft.

Die Haltung der Tantramassage ist die der Verehrung. Wir verehren Dich in Deinem Frau- bzw. Mann-Sein als göttliches Wesen. Das unterstützt auch Dich darin bei Dir selber anzukommen und Dich angenommen zu fühlen. Das ist einerseits die Voraussetzung für den vollen Genuss einer Massage, sie kann aber auch durchaus als heilsam erlebt werden.

Gut zu wissen: Ein Orgasmus ist bei der Tantra-Massage erst einmal kein Muss oder ein erklärtes Ziel, sondern wenn ein willkommenes Geschehen. Eine Intention des sinnlich-erotischen Rituals ist es, Dich so gut das geht, zu entspannen und fallen zu lassen, sowohl körperlich wie mental. Es geht darum, dass Du Dich und Deinem Körper neu erlebst und auf diese Weise Dich anderes kennenlernst was Dir noch Lust bereitet. Sexuelle Lust gilt im Tantra als mächtige Energiequelle und Tantriker praktizieren, um diese Ressource bewusst zu aktivieren. Im Idealfall verbinden sich Spiritualität und Sexualität bei einer Tantra-Massage miteinander, was rauschartige Orgasmen ermöglichen kann.
Frauen wie Männer, die bei uns waren und solche Erlebnisse hatten berichteten: Körperliche Erscheinungen, wie pulsieren, strömen, wellenförmige oder eruptive Entladungen, gepaart mit Zuständen, inneren Friedens, Verbunden-Seins, Stille und oder Glückseligkeit.
Die Tantra Massage hat eine entspannende aber auch belebende sowie lustvolle Wirkung
Die grundlegende Wahrheit vom Eins sein aller menschlichen Aspekte, sowie der Bejahung der Sinnlichkeit und Sexualität als Lebenskraft gilt für jeden Menschen.

Wesentliche Aspekte der Tantra-Massage

Ein genitaler oder oraler Geschlechtsverkehr findet im professionellen Rahmen der Tantra-Massage nicht statt. Was unter Paaren geschieht, vereinbaren diese selbst. Wobei wir darauf hinweisen möchten, dass es sehr spannend ist, gewohnte sexuelle Abläufe auch mal anders zu gestalten. Das bedeutet, dass eine Tantra-Massage eine Tantra-Massage ist und kein Geschlechtsverkehr (auch wenn das ebenso ein wunderbarer Start in ein Liebesspiel sein kann). Entscheide selbst jedesmal aufs Neue, wie Du die Tantra-Massage in Dein Liebesleben mit einfliessen lassen möchtest. Das unterscheidet routinierte Abläufe im Sexleben von bewussten und eigenverantwortlichen Entscheidungen. Immer wieder mal .

Es geht für die empfangende Person darum, das eigene Potenzial der sinnlich-sexuellen Lebenskraft unmittelbar an sich selbst zu erfahren und weiter zu entfalten.

Die Massage hat einen sinnvoll aufgebauten, in seinen Grundelementen klaren Ablauf.
Das Ziel der Tantramassage ist ein allgemeines entspanntes Befinden des Körpers sowie einen orgasmischen Zustand der Empfangende Person zu erhalten und wenn möglich ganzkörperlich erfahrbar zu machen.

Einen seriösen Anbieter kannst Du unter anderem über den Tantra-Massage-Verband e.V. oder bei Trusted Bodywork finden. Beide Plattformen stehen für Qualität und Weiterentwicklung in diesen Berufsfeld und wir unterstützen diese.

Und nun viel Freude am berühren und berührt werden!
Ihre Brigitta Jecko, Ihr Manu Roland Meier