Mein Weg zur Vision

Mein Weg zur Vision, oder was mich bewegt und motiviert das tun, was ich heute mache.

 

1999 lebte ich in Berlin und war im technischen Aussendienst als Instruktor für Druckmaschinen in einem Konzern tätig. Meine Arbeitswoche war 60 Stunden lang und das über 12 Jahre. Heute würde man das einen Workaholic bezeichnen, der Gefahr läuft in einen Burnout zu kommen.

Da meine Arbeit mir Freude machte, ich sehr eigenständig arbeitete und viele Freiheiten hatte, konnte ich das leisten. Zudem war meine Arbeit sehr gut bezahlt, was mich auch bei der Stange hielt.

 

Aber, mein Leben bestand eben zum grössten Teil aus Arbeit und mit dieser identifizierte ich mich.

In meiner Freizeit, wenn ich dann zu Hause war, stöberte ich Zeitschriften mit Kontaktanzeigen, auf der Suche nach einer Frau und einer Beziehung, denn diese zu finden, war aufgrund meines hohen zeitlichen Arbeitseinsatzes schwierig.

 

Ich stiess dabei auf eine Anzeige, in der eine Tantramassage angeboten wurde.

Neugierig wie ich war, rief ich an vereinbarte ich einen Termin.

Die Adresse lag im „Ostteil“ der Stadt, einen renovierungsbedürftigen Altbau, in einer 2-Zimmerwohnung mit Ofenheizung. Für mich als „Wessi“ und geborenes Münchner Kindl, ein nicht gewohntes Bild.

 

Die Junge Frau, die mir die Tür öffnete, erschien mir vertrauenswürdig, zugleich aber auch fremd und exotisch.

Denn ihre Art, wie sie mich empfing, war für mich, da ich ihr fremd war ungewöhnlich. Herzlich und offen. Eine junge Frau wie ich sie sonst aus meinem Bekanntenkreis nicht kannte.

Ich war schüchtern und zurückhaltend und folgte ihren Anweisungen. Was mich etwas irritierte war, dass sie sehr natürlich über die Tantra-Massage sprach und was darin vorkam.

Nicht dass ich prüde war, aber mit einer fremden Frau so detailliert über Sexualität zu sprechen, war mir dann doch nicht vertraut. Das war u.a. was mich so staunen liess, wie natürlich und selbstverständlich sie über dieses intime Thema sprechen konnte.

 

Im Nachklang verstehe ich, weshalb mir das heute so wichtig ist, über Sexualität so selbstverständlich und natürlich zu sprechen, wie ich es damals erlebte.

Das gehört sicherlich zu den eindrücklichsten Momenten meines Lebens, das mich geprägt hat und mich heute noch begleitet, und mich dahin geführt hat, wo ich heute bin.

Einen Raum zu schaffen in dem Männer und Frauen über ihre Sexualität sprechen können, Neues über sich kennenlernen und wachsen können – so wie auch ich wachsen konnte, um meine Sexualität weiterzuentwickeln. Das ist eine Motivation, die mich antreibt, dass zu tun, was ich heute praktiziere.

 

Das was ich in dieser ersten Tantra-Massage und menschlicher Begegnung erlebte, öffnete mir eine neue Tür für ein sinnliches-erotisches Erleben meiner selbst.

Ich war geflasht, besser kann ich es nicht beschreiben. Überraschende Berührungen, wie z.B in den Zwischenräumen meiner Zehen, liess mich erschaudern. Es war ein Feuerwerk, neuer, ungewohnter körperlicher Sinnesempfindung, wie ich sie zu diesen Zeitpunkt nicht kannte. Ich hatte zu diesen Zeitpunkt noch nicht mal eine Vorstellung davon, an welchen Körperstellen ich so sensitiv-erotisch empfinden konnte.

Und obwohl ich genital berührt wurde und sexuell erregt war, war ich meilenweit davon entfernt ejakulieren zu wollen oder zu müssen, was mir sonst nicht fremd war.

 

Nach der ca. 2-stündigen Tantra-Massage erkundigte ich mich, ob und wo man das lernen könnte, was ich tags zuvor erlebte. Sie lächelte und erzählte mir von Ihrer Ausbildung, die sie in Köln gemacht hatte, und dass der Ursprung der Tantra-Massage und dieses Kunsthandwerks in Berlin gründete.

Sie gab mir die Telefonnummer.

 

Tags darauf rief ich die Nummer an, erzählte kurz was ich erlebte hatte und erkundigte mich, ob auch ich das lernen könnte.

Einen Tag später ging ich zu dieser Adresse in Berlin-Schöneberg. Das Haus war äusserlich alles andere als einladend, vielleicht in einen noch schlechteren Zustand wie das Haus in Berlin-Mitte, wo ich diese göttliche Tantra-Massage empfangen hatte. Normalerweise wäre ich schnurstracks umgekehrt, aber meine Neugier liess mich bleiben.

In der Wohnung angekommen, erschrak ich ein weiters Mal. Ich war hier in einer Kommune angekommen, worüber ich sonst nur gelesen bzw. vage davon gehört hatte.

 

Meine Tantramassage-Ausbildung durfte ich dann im Einzelunterricht lernen mit der Partnerin von Andro, dem Begründer der Tantramassage.

Fasziniert von diesen neuen Erfahrungen, tauchte ich immer tiefer ein in die Welt der Tantramassage und lernte das Wesen des Tantra kennen. Je intensiver ich mich mit mir beschäftigte, desto mehr wurde mir bewusst, dass mein Leben eben nur aus Arbeit bestand, und sich eine Kluft bildete zwischen den neuen Erfahrungen und meinen bisherigen Leben. Es wurde mit der Zeit immer mehr zu einem Spagat, den zu überwinden mir unmöglich schien. Mir wurde mit der Zeit auch klar, dass ich eine Entscheidung zu treffen hatte, wohin mein Lebensweg mich führen sollte. Ich stand wortwörtlich an einen Scheideweg.

 

Ich vertraute meiner inneren Stimme, fasste all meinen Mut, kündigte meine Wohnung und zog in 2002 die Antinous Lebensgemeinschaft ein, dem Ort an dem Andro mit seiner Gemeinschaft  lebte. Es waren wohl die verrücktesten, aufschlussreichsten und prägendsten Jahre, in denen ich das Leben leben lernte. Und neben intensiven sexuellen Erfahrungen öffnete sich mehr und mehr mein Blick auf das, was mir im Leben nun wichtig erschien.

 

Ein weiterer glücklicher Umstand war, dass ich 2002 meine heutige Lebenspartnerin Brigitta kennenlernte. Mit ihr erlebte ich zum ersten Mal was es bedeutet, in einer nahen und intimen Beziehung zu sein, und eine verbindliche Beziehung zu führen.

 

2003 war es dann soweit den Schritt zu gehen, denn ich längst kommen sah, und vor dem ich zu diesen Zeitpunkt am meisten Angst hatte. Meine alten, vertrauten und gut dotierten Beruf aufzugeben, mich zu trauen, meiner Bestimmung zu folgen.

Ich entschied mich für die Selbstständigkeit als Tantramasseur und gründete Manumagic. Alles, was mir Sicherheit gab (vor allem das sichere Geld verdienen) loszulassen, und darauf zu vertrauen, dass sich alles glücklich fügt. Leider, oder Gott sei Dank, bestätigten sich meine schlimmsten Befürchtungen und Ängste.

Von einem sechsstelligen Jahreseinkommen krachte ich binnen zwei Jahren runter auf ein Hartz 4 Einkommen.

Es war wohl einer der wichtigsten Lebenserfahrungen die ich machen konnte, obwohl das alles andere als angenehm war.

Aber ich hielt durch und bliebe auf Kurs! Ich wollte meinen Weg unbedingt weitergehen.

Nach fast 6-jähriger Lehrzeit in der Antinous Gemeinschaft und dem Arbeiten in der  Diamond Lotus Schule als Tantra-Masseur und Kursleiter, entschied ich mich Ende 2007 mit Brigitta nach Basel zu ziehen und gemeinsam in Ihrem Elternhaus die Praxis Manumagic zu eröffnen.

Ein neuer Lebensabschnitt begann.

Hier wollte ich mit Brigitta gemeinsam ein Unternehmen schaffen, dass unsere eigenen Werte, Überzeugungen und Identität widerspiegelte.

 

Es ging mir nicht mehr nur darum mit meiner Tätigkeit Geld zu verdienen und das zu tun was mir Freunde und Spaß machte, sondern eine Vision zu entwickeln, die langfristig und nachhaltig ist.

Mir wurde klar, dass ich Menschen, das näher bringen wollte, was ich selbst gelernt und erfahren hatte und vor allem meinen Lebenshorizont erweiterte.

 

In den vielen Jahren in dem ich die Tantra-Massage Frauen, Männern und Paaren gab und diese in Gruppen unterrichtete, wurde mir bewusst, wie viele Menschen Probleme und Schwierigkeiten mit Ihrer Sexualität haben, und froh sind kompetente Ansprechpartner zu finden.

Um Menschen besser dabei zu unterstützen Ihre Sexualität erfüllter und genussvoller zu erleben, absolvierte ich die Ausbildung zum Sexological Bodyworker 2010 bei Joseph Kramer.

Was zunächst ein persönliches Steckenpferd war, entwickelte sich zu meiner neuen Passion und Profession als Sexological Bodyworker und Sexual-Coach tätig zu werden. Seit 2013 bilde ich selbst Sexological Bodyworker aus und entwickle fortwährend neue Arbeitswerkzeuge. Ein Meilenstein, das umzusetzen war, die Weiterbildung in der Sexualtherapie, das Sexocorporel Konzept vom Zürcher Institut für …, das ich von 2011- 2018 lernte, und das mir nochmals ein vertieftes Verständnis dafür gab, wie Menschen Ihre Sexualität lernen und weiterentwickeln können.

 

In unserer Praxis in Basel erlebe ich täglich wie sich Menschen ihren sexuellen Einschränkungen stellen, dazulernen, neue Schritte gehen und so in ihrer sexuellen Selbstsicherheit gestärkt werden.

 

Da mir persönlich Wachstum wichtig ist, bilde ich mich regelmässig fort, lasse mich coachen und habe Freude am Lernen. Und diese Freude am Lernen, möchte ich auch Ihnen gerne zur Verfügung stellen.

 

Meine Vision ist, dass sexuelle Bildung, Kompetenz und Gesundheit in öffentlichen Einrichtungen als Schule stattfinden kann, dass über die technische Sexual Aufklärung hinausgeht.

 

Sein Leben zu gestalten, Veränderungen zu bewirken und sich zu entwickeln braucht Mut für Entscheidungen, Beharrlichkeit, Disziplin, sowie offen zu sein für das, was das Leben an Überraschungen mit sich bringt.

 

Mich interessiert es, was Sie in Ihren Leben erleben und erfahren möchten, und welche Ergebnisse Sie sich wünschen. Ich möchte Sie darin unterstützen und begleiten sich Ihren Zielen zu nähern, sei das in Einzelsitzungen, mit Ihrem Partner/in, oder in einer unserer Kurse und Ausbildungen.

 

Erzählen Sie mir, wie ich Ihnen von Nutzen sein kann und was ich für Sie tun kann. Ich höre Ihnen aufmerksam zu und gebe Ihnen die nötigen Impulse.

Ob das eine glückliche und harmonische Beziehung ist (zu sich selbst und zu anderen Menschen), eine erfüllte, lebendige und befriedigende Sexualität, ein toller Liebhaber/in zu sein, Vertrauen (wieder) zu sich finden oder, oder, oder.

Ich bin für Sie da.

 

Schreiben Sie mir ein E-Mail oder rufen Sie mich an und vereinbaren Sie einen Termin mit mir. Selbstverständlich sind die ersten 30 Minuten kostenlos, damit Sie sich ein Bild von meiner Arbeit und mir machen können. Alles Weitere wird sich finden.

 

E-Mail: manu@manumagic.ch

Tel.: +41 61 302 41 84