Beschreibung der Ausbildung

Inhaltliche Beschreibung des Diplomlehrgang Sexological Bodywork IISB®

 

Sexological Bodywork ist ein durch den Bundesstaat Kalifornien anerkannter Beruf, welcher am Institute for Advanced Study of Human Sexuality in San Francisco, und seit 2009 am International Institute for Sexological Bodywork IISB® unterrichtet wird.

 

Aufbau und Prinzip des Diplomlehrgangs
1. Selbsterfahrung
2. Theorie
3. Praxis (Erlernen und Anwenden praktischer Fähigkeiten)
4. Supervision

 

Die Ausbildung ist dual aufgebaut, d.h. sie hat einen in der Praxis (Präsenz-Training 1&2) statt findenden und eine in digitaler Online-Lernform (in den ebenso praktische Aufgaben und Übungen ausgeführt werden) Unterricht. Beide Lernformen ergänzen einander und werden miteinander vernetzt vermittelt. Das hat den Vorteil, dass sich die Online-Module (1-3) sowohl vorbereitend, als auch integrierend zwischen den Präsenz-Trainings auswirken, was ein vertieftes und nachhaltiges Lernen fördert.

 

Die sehr praxisorientierte Ausbildung in somatischer Körperarbeit bietet unmittelbare erfahrungs- und prozessorientierte Lernmöglichkeiten, mit dem Fokus des erotischen Embodiment. Eine wirklich gute Übersetzung für das Wort Embodiment gibt es nicht. Doch lässt es sich mit dem Wahrnehmen und Erleben des Körpers übersetzen. Im Prinzip ist Embodiment, das Zusammenwirken und -spiel aus Körper, Gedanken- und Emotionswelt.

 

Die Teilnehmenden lernen verschiedenste Techniken und Methoden von Sexological Bodywork kennen und erleben diese zuerst als Selbsterfahrung innerhalb angeleiteter Übungen. Im weiteren Verlaufe des Lehrgangs schult es die Teilnehmenden, ihre erlernten Kenntnisse und Fähigkeiten, in Einzelsitzungen mit KlientenInnen, Paaren und in der Anleitung von Gruppen kompetent anzuwenden und auszuführen.

 

Die Methoden, die wir anwenden, stammen aus verschiedenen körperorientierten Therapie-Ansätzen, welche sich nachhaltig berufsübergreifend etabliert haben.

 

Für wen eignet sich diese Ausbildung:

Die Ausbildung eignet sich sowohl für Menschen, die sich und ihre Sexualität selbst besser kennen lernen wollen, und ihre eigenen „Ziele“, Wünsche und Bedürfnisse in einem geschützten Rahmen erweitern möchten. Und insbesondere für Personen, die andere Menschen beim sexuellen Lernen im Coaching-Prozess begleiten und das professionell lernen möchten.

 

Wer bereits Körperarbeit praktiziert– als Masseur, als Physiotherapeut, als Tantramasseur oder ähnliches – wird sich leicht in die Arbeit einfinden können.

 

Wer psychologische und oder Coaching Vorkenntnisse hat, wird sich leicht mit der Zielfindung zu recht finden, bereichert die eigene Arbeitsmethodik und lernt, den Körper als Feedback- und Regulationsinstrument zu nutzen.

 

Lernziele
Körperorientierte Sexualarbeit
Auseinandersetzung und Reflexion über eigene Sexualität
Atemarbeit mit verschiedenen Atemtechniken und deren Wirkungen
Massagetechniken mit unterschiedlichen bewussten Berührungsqualitäten
Bewegungsarbeit
Kommunikation
Mapping – Techniken
Taoistische erotische Massage
Genital-Massagen bei Männern und Frauen
Genital – Meditationen
Beckenboden – und Analmassage
Schulung der bewertungsfreien Beobachtung
Coaching Grundlagen (Gesprächsführung, Pacing & Leading, Prozessbegleitung sowieInterventionsmöglichkeiten.)
Anatomie von Becken, Beckenboden, Geschlechtsorgane
Schulung der körperlichen Wahrnehmung
Orgasmische Trance- & Ekstasezustände
Orgasmic Yoga ( bewusst praktizierte Selbstliebe )
Lockern und sensibilisieren von Narbengewebe

 

Lerninhalt
Körperorientierte Sexualarbeit
Auseinandersetzung und Erkenntnisse der eigenen Sexualität und derer anderer Menschen.
Kompetente Planung und Realisierung von KlientenInnen-Sitzungen.
Aufklärung und Beratung von interessierten Einzelpersonen und Gruppen.
Dann lernen Sie ein neues Berufs- und Betätigungsfeld kennen!

 

Unsere Grundhaltung im Sexological Bodywork ist, dass der Mensch im Mittelpunkt steht, unabhängig vom Geschlecht und wertfrei gegenüber sexueller Identität und sexueller Orientierung.

 

Methoden des Sexological Bodywork:

 

Präsenz und Achtsamkeit:
Als Basis unserer Arbeit üben wir uns selbst darin, in unseren eigenen sexuellen und intimen Erfahrungen möglichst präsent zu sein. Das erlaubt uns, zu bemerken, wenn wir die Verbindung zu unserer eigenen erotischen Erfahrung verlieren. Wir lernen Ressourcen zu etablieren, die uns dabei helfen, den Kontakt zu unseren Körperempfindungen und der erotischen Begegnung (wieder) herzustellen. Sei es im Kontakt mit uns selbst oder mit dem Gegenüber. Auf diese Weise können wir lernen, bewusst in erotische Trancezustände zu gelangen.

 

Atemarbeit:
Bewusstes Atmen ist ein zentrales Element um Präsenz zu schulen und sexuellen Genuss vertieft zu erleben. Im Lehrgang werden unterschiedliche Atemtechniken und ihr Potenzial für die Regulierung erotischer Erfahrungen vermittelt, praktiziert und somit persönlich erfahrbar gemacht.

 

Kommunikation:
Das Benennen eigener Bedürfnisse und Wünsche sowie das Mitteilen persönlicher Grenzen ist ein weiteres wichtiges Element, um in erotischen Begegnungen selbstverantwortlich zu handeln. Während der gesamten Ausbildung sind die Teilnehmer dazu angehalten, bewusst mit persönlichen Grenzen umzugehen und diese zum Ausdruck zu bringen.

 

Bewusste Berührung und Mapping-Techniken:
Techniken, die uns helfen, sicherer und vertrauter mit dem eigenen Körper zu werden und dessen differenzierte Empfindungsfähigkeit als erotisches Potenzial zu erleben (z.B. Körpermapping, Vaginal- & Analmapping).

 

Ganzkörpermassage Körperarbeit:
Unterschiedliche Berührungsqualitäten werden angewandt, um ein differenziertes Körperbewusstsein zu schulen, wie auch Worte für die Empfindungen zu finden, um diese auszudrücken.

 

Taoistische erotische Massage:
Intimmassagen, bei welcher die empfangende Person eine bewusste „aktive“ Rolle einnimmt, um die eigene erotische Erfahrung, mittels Atem, Muskel An- und Entspannung, Bewegung und fokussierter Aufmerksamkeit zu vertiefen.

 

Genital – Meditation:
Ein sehr meditativer Erfahrungsraum, in welchem, durch absichtslose genitale Berührungen, die Fähigkeit geübt wird, sich von zielgerichtetem Orgasmus–Erleben zu lösen und eine neue Form der sexuell-meditativen Präsenz zu erleben.

 

Behandlung von Narbengewebe:
Berührungstechniken, welche die Empfindungsfähigkeit und die Sensitivität vernarbter Stellen am Körper und / oder im Genitalbereich verbessern und wieder spürbar werden lassen.

 

Orgasmic Yoga:
Eine Reihe von bewusst ausgeführter Selbstliebe-Praktiken, mit denen erotische Achtsamkeit und die Fähigkeit zur Körperpräsenz geübt werden, sowie das bewusste Erleben von unterschiedlichen Erregungszuständen.

 

Core Erotic Theme:
Eine Möglichkeit die individuellen Attraktionsmuster zu erkennen, was zu grösserer Bewusstheit über die eigene Sexualität verhilft und Wandlungsprozesse in Beziehungen unterstützt.

 

Zertifizierung zum Sexological Bodyworker*in IISB®

Wenn die Teilnehmenden alle Anforderungen des Kurses erfüllt haben, erhalten sie das Diplom zum „Sexological Bodyworker IISB®“.

 

Mit dieser Zertifizierung ist eine Mitgliedschaft im europäischen Berufsverband für Sexological Bodyworker (European Association for Sexological Bodyworker EASB) möglich.

 

Wir sind seit einigen Jahren bestrebt, das Berufsbild in der Gesellschaft weitreichend zu festigen und zu etablieren, und jeder von uns kann seine Vision einfliessen lassen und seinen Beitrag dazu leisten.

 

Bei konkretem Interesse an der Gesamtausbildung wird ein Eingangsgespräch vorweg erwartet. Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

 

Manu Roland Meier
info@manumagic.ch
+41 (0)61 302 41 84