Wie arbeiten wir?

SexualberatungMethoden und Verfahrensweise

Der Fokus unserer Sexualberatung und -therapie ist körperorientiert. Wir beziehen eine Reihe von körpernahen Praktiken ein, die unter anderem auf den Methoden des Sexological Bodywork, dem Sexocorporel-Konzept von Jean-Yves Desjardins sowie unserer langjährigen Erfahrung aus der Körperarbeit beruhen.

Diese praktische Arbeit begleiten wir mit Gesprächen und ermuntern so zur reflektierenden Auseinandersetzung mit den neuen Körpererfahrungen. Dadurch lassen sich die neuen Erkenntnisse über die Reaktionsweise des eigenen Körpers und seiner Empfindungen besser in den Alltag integrieren. So entsteht nach und nach so etwas wie eine neue somatisch-emotionale Landkarte, die Ihnen in Ihrem sinnlichen Erleben Orientierung gibt und Sie in Ihrer sexuellen Selbstsicherheit stärkt.

Das Erstgespräch dient dazu, sich gegenseitig kennen zu lernen, die Grundsituation zu erörtern und Ihnen unsere Arbeit persönlich vorzustellen. Nach diesem Erstgespräch können wir auf Ihren Wunsch hin weitere gemeinsame Sitzungen planen.

In den folgenden Sitzungen klären wir Ihre Situation im Detail. Wir erkunden, wie Sie Ihre Sexualität erleben, und erläutern, was Sie über weibliche und männliche Sexualität wissen möchten. Wir erörtern Ihr Rollenverständnis als Mann oder Frau und beginnen, zusammen mit Ihnen Lösungen zu erarbeiten, um positive Veränderungen herbeizuführen. Danach unterstützen wir Sie bei der Umsetzung Ihrer Ziele Schritt für Schritt, so dass sich nachhaltige Verbesserungen einstellen können.

Lassen Sie uns einen näheren Blick auf zwei unserer wichtigsten Methoden werfen, die Ihnen dabei behilflich sind:

1. Sexological Bodywork 

Sexological Bodywork ist eine Form somatischer Körperarbeit. Sie macht dem Menschen bewusst, dass die Unterteilung von Körper und Geist, die in unserer Kultur vorherrscht, nicht notwendigerweise so vorgenommen werden muss – und dass diese Unterteilung womöglich sogar der Grund für viele Schwierigkeiten ist, die wir auf der körperlichen Ebene haben. Sexological Bodywork will zusammenführen, was zusammengehört: Bewusstsein und Körper sind eine Einheit, und vielfach können wir ein besseres Leben führen, wenn wir uns das Wissen unseres Körpers zunutze machen.

2. Der Ansatz von Sexocorporel

Ausgehend von seiner wissenschaftlichen und klinischen Arbeit entwickelte der Sexualforscher Jean-Yves Desjardins Ende der 1980er Jahre ein eigenes Modell der sexuellen Entwicklung und Funktionalität. Dieses Modell richtet seinen Blick auf verschiedene Faktoren, die in ihrer Gesamtheit und ihrem Zusammenspiel die Entwicklung der menschlichen Sexualität ausmachen. Aber Sexocorporel ist nicht nur ein Beschreibungsmodell: Mit diesem Modell lassen sich auch Ansatzpunkte bestimmen, um konkret an individuellen sexuellen Fragestellungen zu arbeiten.